Roland seine Geschichte
Wie ich Rennfahrer wurde?
Einige werden sagen „der wurde als Hosenscheißer von seinem Papa in ein Kart gesetzt, und damit hat alles begonnen!“ – ich sag: „Nööööööööööööööö!!!“
Bei mir war es ein wenig anders als bei den meisten Rennfahrern. Die Idee mich in einen Rennwagen zu setzen entstand nach ein paar Bier mit den Kumpels. Einige hatten Urlaub in Dubai gemacht und das dortige 24 Stunden Rennen besucht. Schnell stand für uns fest: „Da müssen wir auch mal mitfahren!“ Ich fand die Idee spontan krank genug um ja zu sagen und fing an mich zu informieren, wie das denn so geht. Von Tuten und Blasen keine Ahnung, wurde sich also in die Planungen gestürzt.
Da hieß es zunächst einmal eine Rennfahrerlizenz machen. Das hört sich eigentlich schwieriger an, als es ist. Man kann sich das wie Fahrschule vorstellen, nur dass man schnell fahren darf. Naja ein bisschen mehr gehört schon dazu…
Als ich die Lizenz Mitte 2007 dann hatte, ging es gleich zu den ersten Rennen. Man muss sich ja mal ausprobieren, und bis dahin kannte ich die Rennstrecken ja schließlich nur aus der Sicht des Zuschauers.
Die ersten Gehversuche erfolgten beim Slalom und recht simplen Rundstreckenrennen. Ich fand schnell Gefallen an dem Ganzen und schien mich auch nicht allzu blöd anzustellen. Als nächstes sollte es also ein Rennen auf der legendären Nordschleife sein: RCN (Rundstrecken Challenge Nürburgring) nannte sich die Veranstaltung. Gemeinsam mit einem Kumpel habe ich mir den Wagen meines Instruktors geschnappt und hab mich auf den Weg in die Eifel gemacht. Was für ein Gefühl die Mutter aller Rennstrecken mal nicht am Controller, sondern tatsächlich am Lenkrad zu erleben! Der dritte Platz in meiner Klasse rundete das Rennwochenende ab.
Da mir persönlich das Regelwerk der RCN jedoch zu kompliziert war und ich wieder eine Steigerung erfahren wollte, war mein nächstes, und meiner Meinung nach auch erstes richtiges Rennen, der Langstreckenpokal auf der Nordschleife. Das hat sich Ende 2007 zugetragen und war für mich der Anfang in den Rennsport.
2008 war es dann endlich soweit: Dank Frank Aust bekam ich die Chance beim 24 Stunden Rennen von Dubai zu starten. Das Rennen selber verlief sportlich gesehen eher bescheiden; es regnete in Strömen und in den frühen Morgenstunden verließ mich die Elektronik meines kleinen Franzosens. Danach folgten diverse Rennen mit unterschiedlichen Platzierungen.
2009 reifte bei meinem Freund und Förderer Frank Aust der Gedanke sich einen Seat Leon zu kaufen und das Team Aust Motorsport im Seat Leon Supercopa mit mir als Fahrer starten zu lassen. Die ersten Gehversuche in dieser Klasse fanden an den letzten beiden Rennen der Saison statt.
Ok; that´s all folks. Nun wisst ihr was mich dazu bewogen hat, meinen Bürostuhl gegen einen Rennsitz einzutauschen und mich voll und ganz auf den Rennsport zu konzentrieren.


























